Filmkritik
Filmkritik

Gamer

Der Film Gamer (2009) ist ein Science-Fiction Actionthriller mit Logan Lerman und Gerard Butler in den Hauptrollen. Er wurde der von Mark Neveldine und Brian Taylor inszeniert.

Jede Woche kämpft Kable (Gerard Butler), ein Häftling in der Todeszelle, gegen seine Mitgefangenen in einem gewalttätigen Online-Spiel namens "Slayers", wobei jede seiner Bewegungen von der Fernbedienung eines jungen Gamers gesteuert wird.
Für die Spieler sind Kable und die anderen Häftlinge nur simulierte Charaktere. Doch für eine Widerstandsgruppe, die sich gegen den Erfinder des Spiels stellt, ist Kable ein wichtiger Bestandteil ihres Plans, die High-Tech-Sklaverei des Erfinders zu beenden.

Handlung / Inhaltsangabe

Im Jahr 2034 erfindet der Computerprogrammierer und exzentrische Milliardär Ken Castle (Michael C. Hall) selbstreplizierende Naniten (Steuerungszellen), die Hirngewebe ersetzen und es  ermöglichen, die Handlungen so „infizierter“ Menschen durch anderer Menschen zu kontrollieren und durch ihre Augen zu sehen.

Die erste Anwendung der „Nanex“-Technologie von Castle ist das  virtuelle Lebenssimulationsspiel „Society“, das es Spielern ermöglicht, Schauspieler als ihre Avatare zu manipulieren. Das Spiel wird zu einer weltweiten Sensation und macht Castle zum reichsten Mann der Welt.

Anschließend kreiert er „Slayers“, einen Ego-Shooter, bei dem die „Charaktere“ zum Tode verurteilte Häftlinge sind, die in eigens dafür geschaffenen Arenen echte Waffen einsetzen. Im Gegensatz zu den Schauspielern in „Society“ werden „Slayers“-Teilnehmer nicht bezahlt; stattdessen melden sie sich freiwillig für das Versprechen, dass jeder Slayer, der 30 Spiele überlebt, seine Freiheit zurückerhält (was aber noch niemanden gelungen ist).

Sträfling John „Kable“ Tillman (Gerard Butler) ist der Favorit des Publikums, und hält den Rekord von 27 Spielen die er überlebt hat. Er wird ausschließlich von Simon (Logan Lerman) kontrolliert, einem siebzehnjährigen Superstar-Spieler aus einer reichen Familie.

 

Der Erfinder des Spiels, Ken Castle, hat allerdings kein Interesse daran, das Kable wieder die Freiheit erlangt. Zum einen, verfügt Kable über (durch die Naniten unterdrückte) Erinnerungen an illegale Experimente im Zusammenhang mit der Entwicklung der Naniten. Zum anderen plant Castle, die Naniten in der Atmosphäre freizusetzen, die so innerhalb von sechs Monaten die gesamten Vereinigten Staaten infizieren und ihm die endgültige Kontrolle über den Staat geben werden.

Um die Bedrohung für seine Pläne zu beseitigen führt Castle einen neuen Häftling, Hackman (Terry Crews), in Slayers ein, speziell um Kable zu töten. Unbekannterweise wird Hackman nicht von einem Spieler kontrolliert und somit nicht durch den „Ping“ behindert, der eine kleine, aber gefährliche Verzögerung zwischen dem Befehl des Spielers und der Aktion des Jägers verursacht.

 

Eine aktivistische Organisation namens „Humanz“ kommt Kable zu Hilfe, hackt ein Talkshow-Interview mit Ken Castle und behauptet öffentlich, dass seine Technologie eines Tages dazu benutzt wird, Menschen gegen ihren Willen zu kontrollieren.

Es stellt sich zudem heraus, dass 98% des Gehirns von Castle durch Naniten ersetzt wurden, aber seine erlauben ihm, andere zu kontrollieren, anstatt kontrolliert zu werden.

Die Humanz kontaktieren Kable und Simon getrennt und warnen sie, dass Castle nicht die Absicht hat, Kable überleben zu lassen. Sie inszenieren auch, mit Simons Hilfe, die Befreiung von Kable.

Schließlich kommt es zum Showdown und mit Simons Unterstützung kann Kable die Kontrolle durch Castle überwinden, und diesen schließlich töten.

Kritik / Review

Kurz & Schmerzlos

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 28 %, basierend auf  75 Rezensionen. IMDB: 5,8/10 Punkten und Amazon 4 von 5 Sternen bei relativ mageren 25 Bewertungen insgesamt.

Der Konsens der Seite lautet: „Mit all den hyperkinetischen Aktionen sowie dem fehlenden Flair von Neveldine & Taylors früheren Arbeiten hat der Film Gamer nur geringen Unterhaltungswert“.

&Der Film ist in Puncto Ästhetik und Action durchaus gelungen. Allerdings werden die ausschweifend-sadistische Exzesse unbeholfen mit Gesellschaftskritik gekoppelt.

 

Anmerkung: Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor wurden insbesondere durch den Actionfilm „Crank“ (2006, IMDB: 7,0/10 Punkten) bekannt. Die ebenfalls recht dünne Story wurde sehr effektiv durch genial-wirre Einfälle ad absurdum geführt.

Trailer

Ken Castle ist extrem reich, populär und mächtig, seit er die virtuellen Online-Parallel-Reality-Spiele erfunden und zu vermarkten begonnen hat. In diesen Spielen können Menschen entweder dafür bezahlen, ein Benutzer zu sein, oder sie werden dafür bezahlt, ein "Schauspieler" in einem System der Gedankenkontrolle zu sein. In der ultimativen Version, Slayers, agieren Sträflinge im Todestrakt als Gladiatoren in einem verzweifelten, düsteren Kampf ums Überleben, den bisher noch niemand geschafft hat. Der Champion, John 'Kable' Tillman, soll kurz vor seiner Freilassung sterben, aber er überredet seinen jugendlichen 'Handler', ihm die Zügel zu übergeben, damit er seine Talente und Erfahrungen voll nutzen kann. Kable flieht in die Freiheit, doch Castles Männer verfolgen ihn. Kable muss sich den Weg zurück zu Castles Hauptquartier erkämpfen, um seine verborgenen bösen Pläne herauszufordern.

Hintergründe

Ein paar Details & Anekdoten

Die Aufnahmen fanden hauptsächlich in Albuquerque, New Mexico, statt und dauerten 53 Tage. Gedreht wurde in den Albuquerque Studios und an Drehorten rund um Albuquerque.
Mehrstöckige Sets wurden auf Parkplätzen in der Innenstadt von Albuquerque gebaut, um Gebäude darzustellen, die im Film gesprengt wurden, und andere Sets wurden auf den hinteren Grundstücken in der Nähe der Studios gebaut. Die Crew benutzte spezielle handgehaltene Red One-Digitalkameras, die es dem Special-Effects-Team ermöglichten, mit der Arbeit zu beginnen, die normalerweise in der Postproduktion nach jedem Drehtag erledigt wurde.

Im März 2009 wurde der Arbeitstitel des Films von Game in Citizen Game geändert. Im Mai 2009 wurde eine weitere Namensänderung angekündigt, der neue Name lautet Gamer.

 

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