Film
Startseite: Film

Handlung / Inhaltsangabe

Im Jahr 2034 erfindet der Computerprogrammierer Ken Castle (Michael C. Hall) selbstreplizierende Naniten (Steuerungszellen), die Hirngewebe ersetzen und es  ermöglichen, die Handlungen so „infizierter“ Menschen durch anderer Menschen zu kontrollieren und durch ihre Augen zu sehen.

Die erste Anwendung der „Nanex“-Technologie von Castle ist das  virtuelle Lebenssimulationsspiel „Society“, das es Spielern ermöglicht, Schauspieler als ihre Avatare zu manipulieren. Das Spiel wird zu einer weltweiten Sensation und macht Castle zum reichsten Mann der Welt.

Anschließend kreiert er „Slayers“, einen Ego-Shooter, bei dem die „Charaktere“ zum Tode verurteilte Häftlinge sind, die in eigens dafür geschaffenen Arenen echte Waffen einsetzen. Im Gegensatz zu den Schauspielern in „Society“ werden „Slayers“-Teilnehmer nicht bezahlt; stattdessen melden sie sich freiwillig für das Versprechen, dass jeder Slayer, der 30 Spiele überlebt, seine Freiheit zurückerhält (was aber noch niemanden gelungen ist).

Sträfling John „Kable“ Tillman (Gerard Butler) ist der Favorit des Publikums, und hält den Rekord von 27 Spielen die er überlebt hat. Er wird ausschließlich von Simon (Logan Lerman) kontrolliert, einem siebzehnjährigen Superstar-Spieler aus einer reichen Familie.

 

Der Erfinder des Spiels, Ken Castle, hat allerdings kein Interesse daran, das Kable wieder die Freiheit erlangt. Zum einen, verfügt Kable über (durch die Naniten unterdrückte) Erinnerungen an illegale Experimente im Zusammenhang mit der Entwicklung der Naniten. Zum anderen plant Castle, die Naniten in der Atmosphäre freizusetzen, die so innerhalb von sechs Monaten die gesamten Vereinigten Staaten infizieren und ihm die endgültige Kontrolle über den Staat geben werden.

Um die Bedrohung für seine Pläne zu beseitigen führt Castle einen neuen Häftling, Hackman (Terry Crews), in Slayers ein, speziell um Kable zu töten. Unbekannterweise wird Hackman nicht von einem Spieler kontrolliert und somit nicht durch den „Ping“ behindert, der eine kleine, aber gefährliche Verzögerung zwischen dem Befehl des Spielers und der Aktion des Jägers verursacht.

 

Eine aktivistische Organisation namens „Humanz“ kommt Kable zu Hilfe, hackt ein Talkshow-Interview mit Ken Castle und behauptet öffentlich, dass seine Technologie eines Tages dazu benutzt wird, Menschen gegen ihren Willen zu kontrollieren.

Es stellt sich zudem heraus, dass 98% des Gehirns von Castle durch Naniten ersetzt wurden, aber seine erlauben ihm, andere zu kontrollieren, anstatt kontrolliert zu werden.

Die Humanz kontaktieren Kable und Simon getrennt und warnen sie, dass Castle nicht die Absicht hat, Kable überleben zu lassen. Sie inszenieren auch, mit Simons Hilfe, die Befreiung von Kable.

Schließlich kommt es zum Showdown und mit Simons Unterstützung kann Kable die Kontrolle durch Castle überwinden, und diesen schließlich töten.

Kritik / Review

Kurz & Schmerzlos

Die Theater Atmosphäre ist sehr gut in Anonymous eingefangen. Der Schauspieler Rhys Ifans ist unverkennbar ein „Kraftwerk“, und obwohl der Rest der Besetzung Messen gut spielt, überstrahlt er alle anderen. Genauso wie Regisseur Roland Emmerich, der jeden Trick, der ihm zur Verfügung steht, nutzt um ein hochentwickeltes Drama mit aufwendigen Kostümen und prachtvollen Kulissen bewundernswert in Szene zu setzen.

 

Ist es Betrug, gestohlene Verse in ein Drehbuch zu injizieren? In einem gewissen Sinne: ja. Wir sprechen hier von einem Film, der Worte in die Höhe hebt, dann aber sagt, sie sind von einem Dieb. Zumindest ist es ein wenig paradox. Ebenso wäre es einfältig, wenn J. J. Abrams einen Film machen würde, die mit Szenen aus jedem Steven Spielfilm angefüllt ist — doch genau das geschah in dem Film „Super 8“.

Wenn Anonymous einen Fehler hat, dann den, das er um das Publikum herum tanzt. Der Film beginnt angemessener Weise in einem Theater. Wir gehen zurück und Ben Johnson sitzt im Gefängnis, um dann weitere 5 Jahre zurückzugehen, um zu sehen wie er gerade eingesperrt wird. Dann gehen wir weitere 40 Jahre zurück, und das nächste Mal, als wie Johnson sehen, ist er ein freier Mann. Also. In welcher Zeit genau wurde er aus dem Gefängnis entlassen? Zum Glück ist Anonymous lang genug um es dem Publikum zu ermöglichen den Zusammenhang zu erfassen.

 

Anonymous ist das Meisterwerk von Emmerich. Sehr weit entfernt von seinen üblichen Umwelt-Apokalypsen. Ein Stigma wird im Film angesprochen, das von vielen als Blasphemie angesehen wird. Ich möchte Ihnen versichern, dass die meisten populären Kinofilme ein Akt der Fiktion sind. Shakespeare ist nicht verfügbar um die Vorwürfe zu entkräften, und die meisten Kinogänger sind nicht um die historische Genauigkeit besorgt, so lange wie die Geschichte überzeugend und dramatisch ist, und Anonymous liefert beides.

Kritik / Review

Kurz & Schmerzlos

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 28 %, basierend auf  75 Rezensionen. IMDB: 5,8/10 Punkten und Amazon 4 von 5 Sternen bei relativ mageren 25 Bewertungen insgesamt.

Der Konsens der Seite lautet: „Mit all den hyperkinetischen Aktionen sowie dem fehlenden Flair von Neveldine & Taylors früheren Arbeiten hat der Film Gamer nur geringen Unterhaltungswert“.

 

 

Anmerkung: Die Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor wurden insbesondere durch den Actionfilm „Crank“ (2006, IMDB: 7,0/10 Punkten) bekannt.

Trailer

Filmkritiken

Weitere Kritiken bekannter Filme

Gamer — Film